rezolucija MEN-a o gradišćanskohrvatskoj nastavi na bečanskoj slavistiki

SO NICHT – PROTESTSCHREIBEN GEGEN STREICHUNG VON BURGENLANDSKROATISCH AN DER UNIVERSITÄT WIEN

Der Hrvatski akademski klub/Kroatische Akademikerklub und die JEV Jugend Europäischer Volksgruppen protestieren schärfstens gegen die rigorosen STUNDENKÜRZUNGEN betreffend BURGENLANDKROATISCH am INSTITUT FÜR SLAWISTIK der Universität Wien.

Gab es seit 1982 durchschnittlich 4-6 Semesterwochenstunden zum Thema Burgenlandkroatisch (Sprache, Literatur und Kultur, Didaktik), wurde dieses Angebot auf 2 Stunden reduziert, bzw. voriges Semester ganz gestrichen. Erst nach Gesprächen burgenlandkroatischer Vereine mit dem Rektorat wurden 2 Stunden angeboten.

Die Zukunft des Burgenlandkroatischen an der Universität Wien ist gänzlich unsicher! Als Angehörige einer österreichischen autochthonen Volksgruppe und Mitglieder der JEV- Jugend Europäischer Volksgruppen fordern wir das Rektorat der Universität Wien auf, wenigstens ein Minimalangebot von regelmäßigen 6 Stunden am Institut für Slawistik anzubieten. Dafür sprechen folgende ersichtlichen Gründe:

BURGENLANDKROATISCH ist eine eigene, normierte,  autochthone LITERATUR-, AMTS- und UNTERRICHSSPRACHE  an Volkschulen, Hauptschulen, AHS und BHS.

Daraus resultiert eine rechtliche Verpflichtung der Republik Österreich:

– Die Gewährleistung einer sprach- und kulturspezifischen Ausbildung der Lehrerschaft auf universitärem Niveau

– Das Gleiche gilt für die übrige Elite/Intelligenz der Volksgruppe (Akademiker, Journalisten, Beamte, Angestellte im Verlags- und Vereinswesen, …) An allen bisherigen sprachlichen Projekten (Wörterbuch, Grammatik, Orthographie) waren jetzige und ehemalige Professoren, Lektoren und Studierende des Instituts der Slawistik der Universität Wien maßgeblich beteiligt! Dies gilt auch für das derzeitige große Projekt eines Online-Wörterbuches.

– An der Wiener Slawistik müssen ein Ausbau und eine wissenschaftliche Erforschung der burgenlandkroatischen Sprache und Literatur gesichert sein. Es sollte die Möglichkeit bestehen, Masterarbeiten und Dissertationen verfassen zu dürfen, die ein weiteres wissenschaftliches Beschäftigen mit der Thematik ermöglichen.

Wir halten fest, dass die WIENER SLAWISTIK für die Ausbildung in der Burgenlandkroatischen Sprache zuständig ist!

Nicht zuletzt sehen wir es als grundlegendes moralisches Recht von Bürgern (vor allem als Steuerzahler), ein muttersprachliches Minimalangebot an der Universität gewährleistet zu bekommen.